Die Suche beginnt am Strand, im Auto oder auf dem Weg zum nächsten Ausflugsziel. Sie ist kurz und konkret: „Fischrestaurant in der Nähe“, „Fahrradverleih Binz“, „Elektriker Bergen“. Wer dann nicht mit aktuellen Angaben erscheint, wird übergangen, ganz gleich, wie gut das Angebot ist.
Lokale Auffindbarkeit ist weniger eine Frage von Tricks als von Sorgfalt. Die folgenden Punkte kosten vor allem Aufmerksamkeit und lassen sich Schritt für Schritt umsetzen.
Das Unternehmensprofil bei Google zuerst
Bei vielen Suchen mit Ortsbezug zeigt Google eine Kartenansicht mit Betrieben aus der Umgebung, oft noch vor den übrigen Ergebnissen. Grundlage dafür ist das Google-Unternehmensprofil. Übernehmen Sie es, falls es bereits existiert, und lassen Sie es bestätigen. Dann prüfen Sie:
- Kategorie: Die Hauptkategorie beschreibt, was Sie sind, nicht alles, was Sie auch anbieten.
- Öffnungszeiten: regulär und als Sonderöffnungszeiten für Feiertage, Ruhetage und die Zeit außerhalb der Saison.
- Fotos: echte Aufnahmen von Ort, Räumen, Team und Angebot, keine Bilder aus Datenbanken.
- Beschreibung und Leistungen: knapp, konkret, in den Worten Ihrer Kunden.
- Links: zur Website und, in der Gastronomie, zur Speisekarte und zur Reservierung.
Bewertungen gehören dazu. Bitten Sie zufriedene Gäste aktiv darum, und antworten Sie auf Bewertungen, auch auf kritische: sachlich, persönlich, ohne Floskeln. Wer liest, wie ein Betrieb mit Kritik umgeht, lernt viel über ihn.
Google ist nicht die einzige Karte. Auf dem iPhone ist Apple Karten voreingestellt; dort pflegen Sie Ihre Angaben über Apple Business Connect. Auch Bing führt ein eigenes Verzeichnis. Die Angaben sind dieselben, der Aufwand ist überschaubar.
Name, Adresse, Telefon: überall gleich
Suchmaschinen gleichen Angaben aus vielen Quellen ab: Ihre Website, Ihr Profil, Branchenverzeichnisse, Buchungsportale, soziale Netzwerke. Weichen Name, Adresse oder Telefonnummer voneinander ab, ist unklar, welche Angabe stimmt. Im Fachjargon heißt die Übereinstimmung NAP-Konsistenz, nach den englischen Begriffen für Name, Adresse und Telefon.
Auf Rügen gibt es dafür typische Stolperstellen. Heißt der Ort „Binz“ oder „Ostseebad Binz“? Steht der Ortsteil in der Adresse oder nicht? Wird die Festnetznummer genannt oder die Mobilnummer? Entscheiden Sie sich einmal und verwenden Sie dieselbe Schreibweise überall. Danach lohnt sich ein Durchgang durch alle Verzeichnisse, in denen Ihr Betrieb auftaucht, einschließlich alter Einträge, an die niemand mehr denkt.
Für das Smartphone gebaut, nicht nur angepasst
Gäste auf der Insel haben andere Fragen als jemand, der zu Hause in Ruhe plant. Hat das heute geöffnet? Wie komme ich hin? Kann ich direkt anrufen? Gibt es noch einen Tisch? Ihre Website sollte diese Fragen auf dem ersten Bildschirm beantworten.
- Telefonnummer und Adresse als Links, die mit einem Fingertipp den Anruf oder die Route starten.
- Öffnungszeiten als Text auf der Seite, nicht als Bild und nicht in einem PDF.
- Speisekarte oder Preisliste als lesbare Seite. Ein PDF, das man auf dem Telefon vergrößern und hin- und herschieben muss, verliert Gäste.
- Kurze Ladezeiten. Am Strand und auf dem Land ist die Verbindung nicht immer stabil, und große, nicht optimierte Bilder bremsen jede Seite.
- Praktisches für Gäste: Parkmöglichkeiten, Zugang mit Kinderwagen oder Rollstuhl, ob Hunde willkommen sind.
Saisonale Inhalte pflegen
Auf Rügen ändert sich im Laufe des Jahres vieles: Öffnungszeiten, Angebot, Personal, manchmal das ganze Konzept. Eine Website, die im November noch die Sommerkarte zeigt oder Veranstaltungen ankündigt, die längst vorbei sind, kostet Vertrauen. Gäste fragen sich dann zu Recht, ob die übrigen Angaben stimmen.
Legen Sie feste Termine im Jahr fest, an denen Sie Website und Profil gemeinsam prüfen, etwa vor Saisonbeginn, vor den Sommerferien und nach Saisonende. Planen Sie wechselnde Inhalte so, dass sie sich leicht austauschen lassen: Öffnungszeiten an einer Stelle statt auf fünf Seiten verteilt, ein klar erkennbarer Bereich für Aktuelles, Termine mit Datum statt „demnächst“.
Gäste aus anderen Ländern
Nicht alle Gäste lesen Deutsch. Für die wichtigsten Angaben lohnt sich eine englische Fassung: Angebot, Öffnungszeiten, Anfahrt, Reservierung, Speisekarte. Je nachdem, woher Ihre Gäste kommen, können weitere Sprachen sinnvoll sein.
Eine gepflegte Sprachfassung mit eigener Adresse ist dabei mehr wert als ein automatischer Übersetzungsknopf. Automatische Übersetzungen machen aus Gerichten und Fachbegriffen schnell Unsinn. Suchmaschinen erkennen eine Sprachfassung zudem nur dann zuverlässig, wenn sie als eigene Seite angelegt und technisch korrekt ausgezeichnet ist. Wer maschinell vorübersetzt, sollte das Ergebnis von jemandem prüfen lassen, der die Sprache sicher beherrscht.
Lokale Inhalte mit Substanz
Eine Seite für jedes Dorf der Insel, die sich nur im Ortsnamen unterscheidet, hilft niemandem. Besser sind Inhalte, die echte Fragen beantworten: In welchen Orten sind Sie als Handwerksbetrieb unterwegs? Wie erreicht man Sie ohne Auto? Was ist in der Nebensaison anders? Solche Inhalte machen eine Seite für Besucher nützlich, und darauf achten auch Suchmaschinen.
Kurze Prüfliste
- Ist Ihr Google-Unternehmensprofil bestätigt, und stimmen Kategorie und Öffnungszeiten?
- Stehen Name, Adresse und Telefonnummer überall in derselben Schreibweise?
- Lassen sich Anruf und Route auf dem Smartphone mit einem Fingertipp starten?
- Sind Speisekarte, Preise oder Leistungen als Text lesbar statt als PDF?
- Stimmen alle Angaben für die laufende Saison?
- Gibt es die wichtigsten Informationen mindestens auf Englisch?
- Wann haben Sie zuletzt auf eine Bewertung geantwortet?
Nichts davon verlangt ein großes Budget. Es verlangt, dass jemand regelmäßig hinsieht.
AVOOR. sitzt in Sassnitz. Was das Studio für Betriebe auf der Insel umsetzt, steht unter Webdesign auf Rügen. Wenn Sie Ihre Website und Ihr Profil auf diese Punkte hin prüfen lassen möchten, genügt eine kurze Nachricht.